Judith hat einen Bacholor in Szenischen Künsten (Universität Hildesheim, 2013) mit Schwerpunkt in politischem Theater und Theater für junges Publikum und einen Master in Szenischer Forschung (Ruhr-Universität Bochum, 2020) mit Schwerpunkt Performance im öffentlichen Raum und one-on-one-Performances. Sie arbeitete als freischaffende Kulturmanagerin (u.a. für Gütesiegel Kultur*, Centre for Literature Burg Hülshoff und werkgruppe2) und Wissenschaftlerin (Veröffentlichungen u.a. in MedienWISSENSCHAFT), Theatermacherin /-vermittlerin (u.a. Ruhr Triennale) und Performerin u.a. in Prag, Exeter, New York City, Köln und Bochum. Ihr künstlerisches und wissenschaftliches Interesse liegt in der Erschaffung und Beobachtung von (flüchtigen, intimen, feministischen) Räumen – im Öffentlichen, Privaten und den Sphären dazwischen. Judith ist Inhaberin des Christoph-Schlingensief-Fellowship der Kunststiftung NRW und der Ruhr-Universität Bochum. Seit September 2020 ist sie „Senior Artist“ im M.A. Applied Theatre an der Universität Mozarteum, Salzburg

Judith Ph. Franke

Marisa Gawel

Marisa ist Expertin für Statistiken. Sie hat Biologie (M.Sc.) mit dem Schwerpunkt Biodiversität, Ökologie und Evolution in Hamburg studiert und hier viele Käfer, Fische und Moleküle gezählt. Sie interessiert sich für die Zusammenhänge zwischen den Dingen und klettert gerne darauf. Ihre Lieblingszahl ist die 36.

Lisa ist Theatermacherin und Theaterwissenschaftlerin. Sie studierte Szenische Künste (B.A.) und Inszenierung der Künste und der Medien (M.A.) an der Universität Hildesheim und arbeitet als Dramaturgin und Performerin regelmäßig mit der Performancetheatergruppe Interrobang zusammen. Für und mit Interrobang und das Explorativ entwickelt sie theatrale und partizipative Formate offline und online. Nebenbei forscht sie für ihr Dissertationsprojekt an dem Wissen, das in Theaterproben hervor- und eingebracht wird. In diesem Rahmen interessiert sie sich für das Dokumentieren in Proben und von Proben und deren Beteiligten und für den Umgang mit diesen Dokumenten. Bis 2018 war sie mit diesem Forschungsprojekt Mitglied des Graduiertenkollegs „Das Wissen der Künste“ an der Universität der Künste Berlin. Zuletzt arbeitete sie außerdem als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Vorprojekt „Die Darstellung von Krieg und Kriegsgewalt in mit Dokumenten arbeitenden Theater und Performances“ an der Hochschule der Künste Bern mit.

Lisa Großmann

Kristin Grün

Kristin Grün ist freie Theatermacherin/ Theaterpädagogin und lebt in Berlin. In ihrer Arbeit untersucht sie gemeinsam mit Kindern Sachverhalte und Phänomene, denen sie im Alltag begegnen: Was ist Kunst? Wie funktioniert Kommunikation? Wer bestimmt was? Wie werden wir berühmt? Sie arbeitet frei in verschiedenen Projekten und Partnerschaften (Berliner) Theater und Kulturinstitutionen, wie bspw. für das GRIPS THEATER, Augenblick Mal! Festival und chicks* freies performancekollektiv. Mit dem FUNDUS THEATER Hamburg arbeitet sie unter anderem an dem Performance-Spiel „Playing Up – Performancekunst für Kinder und Erwachsene“ und Playing Up Gender“ und forschte als Stipendiatin der Stiftung Brandenburger Tor im Programm Max – Artists in Residence an Grundschulen, an der Frage, wie gemeinsame künstlerische Projekte zwischen Schülerinnen und Künstlerinnen (und Lehrer*innen) gestaltet werden können. Kristin studierte Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Sie ist ausgebildete Kommunikationsassistentin in Deutscher Gebärdensprache und wirkte bereits an mehreren Theaterprojekten für und mit Tauben und hörenden Kindern und Jugendlichen mit.

Jonas Feller (*89) studierte Szenische Künste (B.A.) und Inszenierung der Künste und der Medien (M.A) bis 2018 an der Uni Hildesheim. Er ist freischaffender Dramaturg, Gamedesigner und Kulturvermittler und hat einen Faible für Technikbasteleien. Er beschäftigt sich mit künstlerischen Spielanordnungen und Regelsystemen und den Strukturen und Prozessen von Teilhabe und Partizipation.
Er entwickelt Game-inspirierte Theater-Projekte (Soldaten mit Tobias Gralke und Fabienne Fecht, Grenzfall Europa und Ich, Du, Wir Wir Wir mit dem Boat People Projekt), baut Recherche basierte und/oder interaktive Installationen (mein beileid 1.9 mit Mennerdy, Hacking Bauhaus mit Jens Schmidt, BinaryVillage mit OutOfTheBox) und ist Teil der Geheimen Dramaturgischen Gesellschaft, einer Gruppe professioneller Gesprächsanstifter*innen.
Zuletzt beschäftigte er sich in einem Rechercheprojekt mit gamification of terror und war in die Organisation des Hamburger STAMP Festival involviert.

Jonas Feller

das_Explorativ ist…

ist eine fünfköpfige Gruppe, die 2018 im Zuge einer Residenz am Theater im Pavillon Hannover gegründet wurde und in der vier interdisziplinär arbeitende Theatermacher*innen und eine Biologin gemeinsam Performances erarbeiten. In ihrer bisherigen künstlerischen Arbeit widmete sich die Gruppe der Erkundung und Vermessung des öffentlichen (Stadt-)Raums mit künstlerischen Mitteln. Dabei standen Fragen nach der Repräsentation, der Ermächtigung der Raumnutzer*innen und der Aneignung öffentlicher Strukturen im Fokus. Hierfür wurden partizipative und emanzipatorische Formate entwickelt, die während ihrer durationalen Aufführung durch das Verhalten, die Rückmeldungen und die Bedürfnisse der Zuschauer*innen weiterentwickelt und verändert wurden, was als integraler und ausschlaggebender Aspekt der Arbeit verstanden wird. Ziel dieser work-in-progress-Arbeit ist es, performative Formen zu finden, in denen die Zuschauer*innen ihre Nutzung des öffentlichen Raums reflektieren können und zugleich interessante künstlerische Darstellungen von Zahlen und statistischen Erhebungen als Erzählungen zu ermöglichen. In diesem Sinne ist die künstlerische Arbeit von das_Explorativ zugleich ein Experimentieren mit der Darstellbarkeit von Zahlen und statistischen Werten, die anstelle der üblichen recherchierten Geschichten (z.B. von Zeitzeug*innen, Anwohner*innen o.ä.) selbst von den Künstler*innen und Teilnehmenden performativ erhoben und zu Erzählungen verwoben werden.